Google Search Console zeigt jetzt auch Social-Media-Sichtbarkeit

Letzte Änderung:

Google erweitert die Google Search Console um sogenannte Plattform-Properties. Damit lässt sich künftig nicht mehr nur die Sichtbarkeit einer eigenen Website auswerten, sondern auch die Leistung von Inhalten auf:

  • Instagram
  • TikTok
  • X
  • YouTube

Websitebetreiber und Content-Verantwortliche können sehen, über welche Google-Suchanfragen ihre Social-Media- und Videobeiträge gefunden werden und wie häufig diese Inhalte in der Google-Suche oder bei Google Discover erscheinen.

Die neuen Berichte zeigen unter anderem:

  • Klicks und Impressionen
  • erfolgreiche Suchbegriffe
  • besonders häufig gefundene Beiträge
  • aktuelle Traffic-Trends
  • erreichte Wachstums-Meilensteine

Die Daten lassen sich außerdem exportieren und in anderen Analysewerkzeugen weiterverarbeiten. Die Plattform-Properties werden seit Juli 2026 schrittweise ausgerollt.

Was daran grundsätzlich neu ist

Bisher war die Search Console in erster Linie ein Werkzeug für die eigene Website. Google erweitert den Blick nun auf die gesamte öffentliche Content-Präsenz einer Organisation.

Damit wird sichtbar, dass eine Marke in der Google-Suche längst nicht mehr ausschließlich über ihre Homepage oder ihre Unterseiten gefunden wird. Auch ein YouTube-Video, ein Instagram-Beitrag oder ein TikTok-Clip kann direkt in der Suche erscheinen und damit Teil der organischen Sichtbarkeit sein.

SEO wird dadurch stärker zu einer kanalübergreifenden Aufgabe:

Nicht mehr nur die Website rankt – die gesamte digitale Präsenz einer Organisation kann über Google gefunden werden.


Was bedeutet das für TYPO3?

Für TYPO3-Websites bedeutet diese Entwicklung nicht, dass die eigene Website weniger wichtig wird. Im Gegenteil: Sie wird zum zentralen Content-Hub, während Social-Media- und Videoplattformen zusätzliche Zugänge zu diesen Inhalten schaffen.

TYPO3 eignet sich besonders gut für eine solche Strategie, weil Inhalte strukturiert, langfristig und kanalübergreifend verwaltet werden können.

1. Inhalte zuerst auf der eigenen Website veröffentlichen

Fachartikel, Studien, Veranstaltungen, Referenzen oder Pressemitteilungen sollten weiterhin auf der TYPO3-Website erscheinen. Dort bleiben sie dauerhaft verfügbar, vollständig kontrollierbar und unabhängig von den Regeln einzelner Plattformen.

Aus einem TYPO3-Artikel können anschließend mehrere Formate entstehen:

  • ein LinkedIn- oder Instagram-Beitrag,
  • ein kurzes Video,
  • ein YouTube-Tutorial,
  • ein Newsletter,
  • eine FAQ-Seite,
  • ein Beitrag für Google Discover.

Die Social-Media-Plattformen übernehmen dabei die Verbreitung, während die Website die ausführliche und verlässliche Quelle bildet.

 

2. Suchanfragen als Grundlage für neue Website-Inhalte nutzen

Die neuen Plattform-Properties zeigen, mit welchen Suchbegriffen Social-Media- oder Videoinhalte über Google gefunden werden.

Diese Informationen können anschließend in die TYPO3-Redaktionsplanung einfließen. Wird beispielsweise ein WACON-Video häufig über die Suchanfrage „TYPO3 Update Kosten“ gefunden, könnte daraus eine ausführliche Landingpage oder ein aktualisierter Fachartikel entstehen.

Damit liefert die Search Console konkrete Themenideen für:

  • neue Ratgeberseiten,
  • FAQ-Inhalte,
  • Leistungsseiten,
  • Glossare,
  • Videos und Tutorials.

 

3. Website und Social Media gemeinsam auswerten

Die Plattformdaten sollten nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist der Vergleich mit der TYPO3-Website:

  • Über welche Suchanfragen wird die Website gefunden?
  • Welche Suchanfragen führen zu Videos oder Social Posts?
  • Welche Themen funktionieren auf mehreren Kanälen?
  • Welche Social-Media-Inhalte erzeugen zwar Sichtbarkeit, aber noch keine Websitebesuche?

Die Search-Console-Daten könnten beispielsweise mit Matomo-Daten kombiniert werden. Die Search Console zeigt dann, wo ein Inhalt bei Google sichtbar wird. Matomo zeigt, was Besucher anschließend auf der TYPO3-Website tun.

So richten Sie die Social Media Properties ein

  1. In die Google Search Console einloggen (siehe: https://search.google.com/search-console)
  2. Wählen Sie links oben im Property Pull-Down-Feld “Property hinzufügen”
  3. Neben “Website hinzufügen” gibt es nun auch Buttons für Instgram, TikTok, X und YouTube
  4. Wählen Sie den gewünschten Kanal und authorisieren Sie den Zugriff durch Google (Angabe Benutzerkonto und einloggen) 

In der Regel sind nicht sofort Daten sichtbar. Google verweist auf eine Wartezeit von 48 Stunden.