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Kritische Sicherheitslücke in TYPO3 14: Update dringend empfohlen

Eine neu entdeckte Schwachstelle in TYPO3 CMS ermöglicht Backend-Administratoren, sicherheitsrelevante Systemeinstellungen ohne die eigentlich erforderlichen Berechtigungen zu verändern. Betroffene Installationen sollten deshalb zeitnah auf TYPO3 14.3.7 aktualisieren.

history Letzte Änderung: 10.09.2026

Fehlende Berechtigungsprüfung bei Systembefehlen

Die Sicherheitslücke betrifft die Systemkonfiguration der TYPO3-Erweiterung lowlevel. Backend-Benutzer mit Administratorrechten, aber ohne die Rolle eines System Maintainers, konnten über den TYPO3-Scheduler bestimmte Konfigurationsbefehle ausführen.

Betroffen waren die Befehle:

  • configuration:read
  • configuration:set
  • configuration:show

Dadurch konnten solche Benutzer beliebige systemweite Einstellungen verändern. Im schlimmsten Fall war es möglich, sich selbst System-Maintainer-Rechte zu verschaffen oder die Verfügbarkeit der TYPO3-Installation zu beeinträchtigen.

Für einen Angriff ist allerdings bereits ein Backend-Benutzerkonto mit Administratorrechten erforderlich. Die Schwachstelle ist daher nicht ohne vorherigen Zugriff auf das TYPO3-Backend ausnutzbar.

Welche TYPO3-Versionen sind betroffen?

Von der unter CVE-2026-85400 geführten Schwachstelle sind laut TYPO3 Security Team folgende Versionen betroffen:

TYPO3 14.2.0 bis einschließlich TYPO3 14.3.6

Die Sicherheitslücke wurde mit TYPO3 14.3.7 LTS geschlossen. Ihre Schwere wird als hoch eingestuft.

Was ist jetzt zu tun?

Betreiber einer betroffenen TYPO3-Installation sollten möglichst kurzfristig auf TYPO3 14.3.7 LTS aktualisieren. Nach dem Update ist keine zusätzliche Datenbankmigration erforderlich. TYPO3 empfiehlt jedoch, anschließend den Datenbank-Analyzer auszuführen, da die neue Version auch Optimierungen für die Datenbankstruktur enthält.

Zusätzlich sollten bestehende Scheduler-Aufgaben überprüft werden: Tasks, die einen der genannten configuration:*-Befehle ausführen, funktionieren nach dem Sicherheitsupdate nicht mehr. Automatisierte Änderungen an der Systemkonfiguration müssen künftig auf einem anderen Weg umgesetzt werden – beispielsweise über einen individuell eingerichteten Cronjob.

Unsere Empfehlung

Auch wenn für die Ausnutzung bereits ein privilegiertes Backend-Konto benötigt wird, sollte das Risiko nicht unterschätzt werden. Gerade bei Installationen mit mehreren Administratoren oder externen Dienstleistern kann die fehlende Berechtigungsprüfung erhebliche Auswirkungen haben.

Wir empfehlen daher:

  1. Installierte TYPO3-Version prüfen.

  2. Betroffene Systeme auf TYPO3 14.3.7 aktualisieren.

  3. Vorhandene Administrator- und System-Maintainer-Konten kontrollieren.

  4. Scheduler-Aufgaben mit configuration:*-Befehlen identifizieren und ersetzen.

  5. Nach dem Update Funktion und Systemkonfiguration überprüfen.

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