Was sind die Core Web Vitals?
Seit Mai 2021 berücksichtigt Google die Core Web Vitals als Ranking-Faktor in den Suchergebnissen. Die drei Kennzahlen messen, wie besucherfreundlich eine Website tatsächlich ist – unabhängig vom reinen Inhalt.
Kurze Ladezeiten, ein stabiler Seitenaufbau und schnelle Reaktionen auf Interaktionen sind zentrale Bausteine einer guten User Experience – und werden von Google über die Core Web Vitals direkt als Ranking-Faktor bewertet.
history Letzte Änderung: 21.08.2026
Seit Mai 2021 berücksichtigt Google die Core Web Vitals als Ranking-Faktor in den Suchergebnissen. Die drei Kennzahlen messen, wie besucherfreundlich eine Website tatsächlich ist – unabhängig vom reinen Inhalt.
LCP (Largest Contentful Paint): Misst die „gefühlte Ladezeit" – wie lange es dauert, bis das größte sichtbare Element im Viewport angezeigt wird. Zielwert: unter 2,5 Sekunden.
INP (Interaction to Next Paint): Bewertet die Reaktionsfähigkeit der Seite auf Nutzerinteraktionen und hat im März 2024 die frühere Kennzahl „First Input Delay" (FID) abgelöst. Ein niedriger INP-Wert zeigt, dass die Seite durchgängig schnell auf Eingaben reagiert.
CLS (Cumulative Layout Shift): Misst die „visuelle Stabilität", also unerwünschte Layout-Verschiebungen während des Seitenaufbaus. Zielwert: unter 0,1.
Der einfachste Weg führt über PageSpeed Insights von Google: Dort geben Sie die URL einer einzelnen Seite ein (eine Auswertung für die komplette Website auf einmal gibt es nicht) und erhalten getrennte Werte für die mobile und die Desktop-Version.
Einen zweiten, seitenübergreifenden Blick liefert die Google Search Console unter „Nutzerfreundlichkeit → Core Web Vitals". Hinweis: Hier werden nicht immer alle von Google indizierten Seiten berücksichtigt – ein Klick auf „Bericht öffnen" zeigt Details und mögliche Fehler zu den einzelnen Seiten.
Laut einer Untersuchung von Google zur Nutzerfreundlichkeit von Websites hat die Ladezeit den mit Abstand größten Einfluss darauf, wie eine Website wahrgenommen wird – noch vor der Intuition (wie schnell finden Besucher, was sie suchen), der Responsivität und der Bedienbarkeit. Eine kurze Ladezeit ist damit ein zentraler Baustein jeder Suchmaschinenoptimierung.
Auch bei der Absprungrate zeigt sich ein klarer Zusammenhang: Je länger eine Seite zum Laden braucht, desto wahrscheinlicher verlässt eine Besucherin oder ein Besucher die Website, ohne eine zweite Seite aufzurufen.
Auch Seiten mit sehr großen Hero- oder Hintergrundbildern lassen sich in TYPO3 gut optimieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass Bilder responsive – also in der jeweils passenden Auflösung für Desktop, Tablet und Smartphone – sowie im platzsparenden WebP-Format ausgeliefert werden.
Google Lighthouse ist ein kostenloses, direkt in den Chrome DevTools integriertes Analyse-Tool zur Bewertung der Qualität einer Website. Es prüft unter anderem Performance, Barrierefreiheit (Accessibility), Best Practices und SEO und liefert konkrete Hinweise zur Optimierung.
In Google Chrome:
Mit diesen praxiserprobten Maßnahmen lässt sich die Ladezeit einer TYPO3-Website spürbar verbessern.
IST-Stand analysieren: Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme, z. B. mit PageSpeed Insights von Google oder WebPageTest. Beide Tools bewerten Mobil- und Desktop-Ladezeit getrennt und liefern konkrete Verbesserungsvorschläge – als Zielmarke empfehlen wir mindestens 90 von 100 Punkten.
Quellcode aufräumen: Schlanker, fehlerfreier HTML-, CSS- und JavaScript-Code ohne unnötige Verschachtelungen baut Seiten schneller auf. Minifizierung entfernt überflüssige Zeichen, das Zusammenfassen mehrerer Dateien reduziert zusätzliche Anfragen.
Bilder komprimieren und passend ausliefern: Bildmaterial in möglichst kleiner Dateigröße und den tatsächlich benötigten Abmessungen ausliefern. TYPO3 kann Bilder automatisch verkleinern und in das effiziente Format WebP konvertieren.
Externe Elemente reduzieren: Jede Ressource von einem fremden Server – etwa Social-Media-Buttons oder Werbebanner – erzeugt eine zusätzliche Anfrage und bremst den Seitenaufbau. Deshalb möglichst sparsam einbinden.
Websichere Schriftarten bevorzugen: Individuelle Webfonts müssen bei jedem Aufruf mit heruntergeladen werden. Schriftarten, die auf den meisten Geräten bereits vorinstalliert sind, kosten dagegen praktisch keine Ladezeit.
Daten komprimieren: Per GZIP lassen sich Dateien vor der Übertragung zwischen Server und Browser deutlich verkleinern – eingerichtet über wenige Zeilen serverseitiger Konfiguration.
Caching nutzen: Browser-Cache und Server-Cache sorgen dafür, dass wiederkehrende Ressourcen wie das Logo nicht bei jedem Aufruf erneut geladen werden müssen, sondern aus dem Zwischenspeicher kommen.
Content Delivery Network einsetzen: Bei internationaler Zielgruppe verteilt ein CDN die Website auf Server in verschiedenen Ländern, sodass Inhalte immer vom nächstgelegenen Standort ausgeliefert werden.
LazyLoading aktivieren: Bilder außerhalb des sichtbaren Bereichs werden erst geladen, wenn sie tatsächlich gebraucht werden. Ab TYPO3 10 ist browsernatives LazyLoading über das loading-Attribut bereits Standard.
Auf HTTP/2 setzen: Das modernere Übertragungsprotokoll fasst mehrere Anfragen zusammen und komprimiert Daten weitergehend – vorausgesetzt, Browser und Hosting unterstützen es.
Wir prüfen kostenlos die Core Web Vitals Ihrer Website und zeigen konkrete Optimierungsmöglichkeiten auf.